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INTERVIEW

 

 

Boris Kasprik PETIT AMOUR

 

 

PLATZ GENOMMEN BEI BORIS KASPRIK
IM PETIT AMOUR

 

Im Jena Paradies, einem Restaurant in Hamburg, machte Boris Kasprik erst sein Praktikum – später seine Ausbildung. Drei Jahre dauert die Lehrzeit in denen er sein Handwerk lernte. Danach zieht er weiter und will alles über seinen Beruf lernen – Boris arbeitet bei Küchenchef Geert van Hecke in Brügge im De Karmeliet – drei Sterne. Bei Jean-Claude Bourgueil Im Schiffchen in Düsseldorf – drei Sterne. Bei Alain Ducasse und Pascal Feraud im Le Jules Verne auf dem Eiffelturm in Paris – ein Stern. Bei Seiji Yamamoto im Ryu Gin in Tokyo – drei Sterne. Und bei Thomas Martin im Louis C. Jacob in Hamburg – zwei Sterne. Heute ist Boris Eigentümer seines eigenen Restaurants, dem „Petit Amour“ im Hamburger Stadtteil Ottensen, und wurde jüngst für seine Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. In einem Ecklokal, in dem 60 Jahre lang Bier ausgeschenkt wurde, wird nun von dem 31-jährigen auf höchstem Niveau gekocht– zum Interieur gehören Freifrau-Stühle.

 
Freifrau: Den Beruf Koch muss man lieben – der Weg zur Spitzengastronomie scheint steinig. Du hast ihn aber erfolgreich genommen – wann ist dir das erste Mal klargeworden, dass du es mit deinem Talent zum Sternekoch bringen kannst?
Kasprik: Wohl wahr! Ich liebe die Mischung aus Handwerk, Kreativität und den Gedanken, anderen einen ganz besonderen Abend zu bereiten. Stern hin oder her. Ich bin seit Jahren in einer Gastronomie, die mir sehr viel Freude bereitet und die mich erfüllt. Man sollte sich nicht auf den Stern konzentrieren sondern hinter dem stehen was man macht – dann kommt der Rest von alleine.
Freifrau: Jetzt, wo du auch dein eigenes Restaurant geöffnet hast, geht es auch darum ein guter Gastgeber zu sein. Fühlst du dich wohl in der Rolle?
Kasprik: Ich tue mich in der Rolle des Gastgebers tatsächlich etwas schwer. Ich stehe lieber hinter der Bühne und ziehe die Fäden. Freue mich aber immer sehr über Feedback.

 

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PETIT AMOUR

 

 

„Man muss hinter dem stehen, was man macht – dann kommt der Rest von alleine.“

BORIS KASPRIK

 

 

Freifrau: Um zu dem Interior-Konzept deines Restaurants zu kommen: wie bist du auf Freifrau gekommen und warum hast du sie für deine Einrichtung gewählt?
Kasprik: Ich lebe die Philosophie meines Restaurants, deshalb waren Stühle bewusst die ersten Designobjekte, die ich ausgesucht habe. Dazu habe ich mich in verschiedenen Möbelhäusern umgesehen und dabei ist mir das Modell Leya schnell aufgefallen. Auf den Stühlen sitzt man so bequem wie auf Sesseln, dabei sind sie aber überhaupt nicht groß oder wuchtig. Außerdem war es mir wichtig, dass ich auch bezüglich der Herstellung und der Materialien hinter den Stühlen stehen kann. Für mich sind Stühle in einem Restaurant die wichtigsten Einrichtungsgegenstände. Bewusst wurde mir das, als ich einmal in einem französischen Sterne-Restaurant auf schrecklich unbequemen Holzstühlen saß. Der rundum positive Gesamteindruck wurde dadurch geschmälert…

Freifrau: Der Alltag in der Küche ist rau, stressig und laut. Trotz all der Leidenschaft braucht man davon sicherlich auch mal eine Auszeit. Wie sieht dein perfekter freier Tag aus? 
Kasprik: Mit Freunden in die Natur rausfahren. Zusammen Boot fahren zum Beispiel – oder Ski fahren. Auf jeden Fall gehört für mich zu einem perfekten Tag, diesen mit einem guten Essen ausklingen zu lassen.
Freifrau: Stell dir einmal vor, du wärst nicht in der Gastronomie gelandet. Was würdest du dann heute wahrscheinlich machen? 
Kasprik: Weiß ich gar nicht genau. Aber garantiert etwas Kreatives und etwas mit Menschen.

 

Lieber Boris, vielen Dank für den Einblick und das interessante Gespräch!

 

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